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Neue NE-Metalle-Prognose: Handelskrieg könnte Metalle noch länger belasten
Für die zwei Wochen zum 13. Dezember gehen unsere Modellprognosen von überwiegend steigenden NE-Metallpreisen aus. Lesen Sie jetzt die aktuelle NE-Metalle-Prognose unter der Rubrik Prognosen & Research.
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Thyssenkrupp kommt nicht so schnell aus der Krise heraus
Thyssenkrupp kommt aus der Krise so schnell nicht heraus. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit werden im laufenden Jahr noch nicht voll durchschlagen, kündigte die neue Vorstandschefin Martina Merz an. Die Ex-Bosch-Managerin, die seit Anfang Oktober im Amt ist, drückt bei der Restrukturierung nun aufs Tempo. "Die Performance etlicher unserer Geschäfte ist nicht zufriedenstellend", sagte sie. "Das hat auch damit zu tun, dass notwendige strukturelle Verbesserungen und Restrukturierungen nicht mit der notwendigen Konsequenz umgesetzt wurden. Das werden wir jetzt angehen. Zügig und systematisch." In der Konzernzentrale will Merz den Rotstift ansetzen und die Zahl der Mitarbeiter binnen zwölf Monaten von knapp 800 auf 430 senken. Schon am Mittwoch war bekannt geworden, dass 640 Stellen im automobilen Anlagenbau in Deutschland wegfallen sollen. Die Kosten für den Abbau veranschlagt Thyssenkrupp mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Auch Anleger müssen sich auf eine längere Durststrecke einstellen. Die Mittelfristziele sind anders als angekündigt 2020/21 noch nicht zu schaffen. Nach einem hohen Verlust im vergangenen Jahr soll die Dividende ausfallen. Im Vorjahr waren noch 15 Cent pro Aktie gezahlt worden. Das abgelaufene Geschäftsjahr beendete der kriselnde Stahl- und Industriekonzern mit einem Nettoverlust von 304 Millionen Euro - fünf Mal mehr als vor Jahresfrist. Dazu trugen erhebliche Rückstellungen für eine erwartete Kartellstrafe ebenso bei wie die schwache operative Entwicklung. Das bereinigte EBIT brach um gut 600 Millionen auf 1,4 Milliarden Euro ein, weil sowohl das Stahlgeschäft als auch die Autokomponenten mit schwacher Nachfrage zu kämpfen hatten. Eine Verbesserung ist hier kurzfristig nicht zu erwarten - im Gegenteil: Merz will das bereinigte operative Ergebnis zwar in etwa halten, unter dem Strich wird der Fehlbetrag wegen der laufenden Restrukturierung aber noch steigen. Auf 530 Millionen Euro beliefen sich die Kosten im abgelaufenen Jahr. Im neuen Jahr rechnet Thyssenkrupp mit Restrukturierungskosten im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Eine Vorentscheidung für die lukrative Aufzugssparte, die mindestens versilbert werden soll, um den Umbau finanzieren zu können, strebt Merz für Anfang des nächsten Jahres an. Bis spätestens März soll klar sein, ob die Option eines Börsengangs oder die eines Verkaufs verfolgt wird. Die Voraussetzungen für einen Börsengang sollen bis zum Jahresende klar sein, derweil sollen die Kaufinteressenten Gelegenheit bekommen, die Bücher zu prüfen. Im Stahlgeschäft wird nach der gescheiterten Fusion mit Tata Steel unter Hochdruck an einem Zukunftskonzept gearbeitet. Im Dezember soll es im Aufsichtsrat und mit den Arbeitnehmervertretern diskutiert werden. Hier sollen nach früheren Angaben weitere 2.000 Stellen wegfallen. Insgesamt 6.000 von 160.000 Jobs wollte Merz' Vorgänger Kerkhoff abbauen. Börsenhändler rechnen mit schwächeren Kursen zu Handelsbeginn. Frühe Indikationen sehen die Thyssenkrupp-Aktie 4,5 Prozent im Minus. Der Ausblick deute noch keine Besserung, sondern sogar eine Verschlechterung der Lage an, sagte ein Marktteilnehmer. MBI/DJN/gil/21.11.2019
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