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GFG Alliance: Sanjeev Gupta will 2 Milliarden Euro in Osteuropa investieren
Die GFG Alliance um den umtriebigen britischen Investor Sanjeev Gupta will 2 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Werke in Rumänien und der Tschechischen Republik investieren, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Guptas Stahlgruppe Liberty House hatte die Werke von Arcelormittal übernommen, als sich der weltgrößte Stahlkonzern im Zuge der Ilva-Übernahme auf Anordnung der EU-Wettbewerbsbehörden von europäischen Aktiva trennen musste. Die GFG Alliance will die Emissionen in den Werken im rumänischen Galati und im tschechischen Ostrava senken und die Produktion steigern. Man setzt dabei auf die Installation von Elektroöfen. Eine Milliarde Euro fließen nach Rumänien und 750 Millionen Euro in die Tschechische Republik, so Reuters. Die restlichen 250 Millionen Euro sollen auf weitere europäische Werke verteilt werden. Die Kapazitäten in Galati sollen mittelfristig auf 4 Millionen Tonnen pro Jahr erhöht werden. Die Produktion in Ostrava soll um mehr als 50 Prozent steigen. Sanjeev Gupta hat in den vergangenen Jahren zahlreiche in die finanzielle Schieflage geratene Stahlwerke erworben, unter anderem in Großbritannien, Australien, Indien und den USA. Er hat auch im Bereich Aluminium Aktiva gekauft. Zuletzt interessierte er sich auch für die Übernahme der insolventen British Steel. Diese soll jedoch an den chinesischen Investor Jingye gehen. Gupta macht kein Geheimnis aus der Tatsache, dass er weitere Zukäufe anpeilt. MBI/emv/19.2.2020
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UPDATE: Kone bei Thyssenkrupp-Aufzugssparte aus dem Rennen
Kone ist im Bieterverfahren um die lukrative Aufzugssparte von Thyssenkrupp aus dem Rennen. Thyssenkrupp will nach sorgfältiger Prüfung nur noch mit zwei Konsortien von Finanzinvestoren weiter verhandeln, erklärte der Ruhrkonzern nach einer Vorstandssitzung am Montag. Mit ihrer Entscheidung vermeidet die Konzernführung um Martina Merz eine langwierige Fusionsprüfung in Brüssel. Verhandelt wird nun mit Blackstone, Carlyle und Canadian Pension Plan auf der einen sowie Advent und Cinven auf der anderen Seite. "Ziel ist es, kurzfristig eine Einigung über einen Mehrheits- oder Vollverkauf zu erzielen", heißt es in der Mitteilung. Der finnische Wettbewerber Kone erklärte, er ziehe sich aus dem Bieterverfahren zurück. Man halte ein Kombination des eigenen Geschäfts mit Elevator zwar weiter für strategisch bestechend, doch hätte ein konkreter Abschluss auch im besten Interesse von Aktionären, Beschäftigten und Kunden sein müssen. Thyssenkrupp zielt nun darauf ab, soviel Wert wie möglich bei dem Verkauf herauszuschlagen. Nach bisher nicht bestätigten Berichten soll das Konsortium um Blackstone zuletzt 16 Milliarden Euro für Thyssenkrupp Elevator geboten haben. Kone wollte etwa 17 Milliarden Euro auf den Tisch legen. Die Finnen sollen bereit gewesen sein, eigenes Geschäft in Deutschland und in Europa zu opfern, um Wettbewerbsbedenken in Brüssel zu zerstreuen. Der Stahl- und Industriekonzern aus Essen braucht dringend Geld, um Pensionslasten zu decken, seine Bilanz zu verbessern und das schwächelnde Stahlgeschäft auf Vordermann bringen zu können. Das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres ist so schlecht gelaufen, dass die Ratingagentur Moody's gerade die Schulden des Konzerns als "hochspekulativ" bewertet hat. Eine womöglich langwierige Prüfung durch Wettbewerbskommissarin Margrete Vestager wollte man in Essen offensichtlich nicht riskieren. Thyssenkrupp ist hier ein gebranntes Kind. Im vergangenen Frühjahr war ihr geplantes europäisches Stahl-Joint-Venture mit Tata Steel am Veto der Dänin gescheitert. Mehr noch: alle bisherigen Umbaupläne waren damit Makulatur. Nun stehen die Stahl- und Materialgeschäfte wieder im Mittelpunkt bei Thyssenkrupp. Geschäfte, in denen der Konzern nicht wettbewerbsfähig ist, stehen dagegen zur Disposition. Das gilt für den Großanlagenbau, aber auch das Geschäft mit Federn und Stabilisatoren. Die Grobblechproduktion in Duisburg soll sogar geschlossen werden, wenn sich bis Ende Juni kein Käufer findet. Wie genau die Sanierung abläuft und wieviel Geld dafür zur Verfügung steht, wird der Konzernvorstand entscheiden, wenn Elevator versilbert ist. Bis Ende Februar, so hieß es kürzlich auf der Hauptversammlung, werde eine Entscheidung fallen. Dieser Zeitplan steht nach Angaben eines Sprechers nach wie vor. Die anfangs erwogene Option eines Börsengangs für Elevator ist noch nicht völlig vom Tisch, aber wegen der Risiken am Kapitalmarkt wenig wahrscheinlich. Sollte keine Einigung mit den Finanzinvestoren erreicht werden, so sei ein Börsengang ab dem Frühsommer möglich, hieß es abschließend. Am Markt platzen Hoffnungen: Die Thyssenkrupp-Aktie verliert 1,7 Prozent, die von Kone 6,5 Prozent. MBI/DJN/emv/17.2.2020
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Sanjeev Gupta aetzt auf die Modernisierung seiner osteuropäischen Stahlwerke

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