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MBI Research Stahlprognose: Modelle gehen von leicht sinkenden Stahlpreisen aus
Die letzte Prognose für die Flachstahlpreise im deutschen Markt basierte noch auf den Schlussständen per 5. Dezember aus. Die Erwartungen für die Preisentwicklung in den folgenden sechs Wochen waren nur leicht negativ. Nur für Warmbreitband wurde mit einem erwarteten Rückgang um 2 Prozent ein etwas deutlicherer Preisabschlag in Aussicht gestellt. Bei Feinblech und der Quartoblech-Sorten 235 gingen die Vorhersagen aber nur von einer roten Null aus und für verzinktes Feinblech sogar von einem Anstieg um 2 Prozent. Die ersten Prognosen im neuen Jahr 2026 sind jedoch wieder deutlich pessimistischer geworden. Für Warmbreit geht das Modell nun von einem Rückgang um 3 Prozent bis Mitte Februar aus. Auch bei Feinblech ging nun die Vorhersage um einen Punkt auf -1 Prozent zurück. Um jeweils 3 Prozentpunkte ging es mit den Voraussagen für die Preis bei Quartoblech und verzinktem Feinblech nach unten. Der Einfluss der chinesischen Importpreise auf die Notierungen für Flachstahl fiel in den vergangenen vier Wochen zum ersten Freitag in 2026 gemischt aus. Bei Warmbreitband kam es zu einem Rückgang um 0,6 Prozent auf 469 US-Dollar je Tonne, während es bei Feinblech im gleichen Zeitraum zu einem Anstieg um 0,6 Prozent auf 521 US-Dollar kam. China plant für die Stahlexporte eine Kontingentierung. Dies dürfte dazu führen, dass Importeure tendenziell höhere Preise bieten, was dann auch die Stahlpreise in Deutschland unterstützen würde. Allerdings regt sich auch Widerstand bei den Branchen großer Stahlverarbeiter in der EU gegen die Pläne der Kommission für eine nahezu Halbierung der Importkontingente und der Verdoppelung des Zolltarifs, da dies die Kosten für Branchen, die ohnehin schon unter höheren Energiepreisen leiden, weiter verteuern würde. Mit dem Jahreswechsel ist jedoch auch eine Änderung bei den EU-Regularien in Kraft getreten, die Auswirkungen auf die Kosten der Flachstahlproduktion hat. Zwanzig Prozent der bislang von den Staaten kostenlos zur Verfügung gestellten CO2-Emissionsrechte müssen nun von den Stahlerzeugern im Markt gekauft werden. Bis 2030 wird der Anteil in jedem Jahr um 20 Prozentpunkte steigen, sodass dann die Eindeckung komplett im Markt erfolgen muss. Dies führt zu höheren Produktionskosten im Vergleich zur Lage in 2025. Die jüngsten Prognosen basieren aufgrund des Vorlaufs noch auf den Produktionskosten ohne Anteil für die CO2-Emissionsrechte. MBI Research hat noch Umstellungen bei den Datenquellen für die anderen Kostenfaktoren vorgenommen und einen neuen Index für die Produktionskosten bei der klassischen Hochofenroute vorgenommen. Dieser neue Indikator für das BOF-Verfahren ist ab dem 9. Januar auch täglich online verfügbar. Die aktuelle Preisentwicklung bei Flachstahl verlief in den letzten vier Wochen des alten Jahres jedoch besser als von den Modellen in Aussicht gestellt wurde. Es ging nämlich bei den beiden wichtigsten Flachstahlsorten aufwärts. Warmbreitband DD11 verteuerte sich um 2,2 Prozent auf 616 Euro je Tonne (alle Preisangaben sind ex Werk), während es bei Feinblech sogar zu einem Preisanstieg um 3,1 Prozent auf 722 Euro kam. Die Verhandlungssaison endet nicht abrupt an Silvester, sondern setzt sich auch in den ersten Wochen des neuen Jahres fort. Dies könnte den Flachstahlpreisen entgegen den Modellschätzungen zu einem Anstieg verhelfen. Die Konjunktur dürfte allerdings eine Belastung bleiben. Wenig Veränderung hat sich bei den Prognosen für die Preise bei Langstahl im Vergleich zu Anfang Dezember eingestellt. Die quantitativen Modelle sagen für Betonstahl B500A nun einen Rückgang um 1 Prozent voraus, nachdem im Dezember mit einem Minus von 2 Prozent gerechnet wurde. Bei Walzdraht ist die Erwartung für die Preisänderung über die nächsten vier Wochen unverändert bei -1 Prozent. Bei Stabstahl wird nun von einer roten anstatt zuvor einer schwarzen Null ausgegangen. Auch bei Langstahl war in den letzten vier Wochen von 2025 der Einfluss der chinesischen Exportpreise auf die Notierungen in Deutschland gemischt. Bei Betonstahl kam es nämlich zu einem leichten Rückgang um 0,4 Prozent auf 445 US-Dollar. Der entsprechende Preis in Euro ging jedoch noch stärker nach unten, da sich der Euro um 0,9 Prozent im gleichen Zeitraum gegenüber dem US-Dollar aufwertete, was Importe verbilligt. Bei Walzdraht kam es hingegen zu einem Anstieg um knapp 0,9 Prozent auf 464 US-Dollar je Tonne, aber durch die leicht kräftigere Aufwertung des Euro kam es beim Preis in Euro zu einem marginalen Rückgang. Die Produktionskosten beim elektronischen Lichtbogen sind in den vergangenen vier Wochen nach dem Index von MBI Research nur leicht um 0,3 Prozent nach oben gegangen. Die Kosten für Strom haben sich dabei leicht verbilligt, aber die Preise für Stahlschrott in den Häfen der ARA-Region sind per Saldo um 3,4 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg wurde jedoch weitgehend von einem Rückgang der Notierungen für Strom an der Leipziger Strombörse kompensiert. Auch die per Saldo geringe Kostendynamik spricht für nur moderate Preisveränderungen. Die aktuelle Preisentwicklung war auch bei Langstahl besser als erwartet. Anstatt leicht abwärts ging es nach oben, wobei sich Betonstahl um 0,7 Prozent auf 582 Euro je Tonne erholte und Walzdraht um 0,6 Prozent auf 666 Euro stieg. Die Witterung könnte jedoch die Baubranche belasten. Wettermodelle liefern nur auf kurze Sicht von rund 7 – 10 Tagen noch gute Prognosen. Längerfristig kommt es jedoch häufiger anders als vorausgesagt. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass sich die Bautätigkeit in den kommenden Wochen durch Kälteeinfluss schlechter entwickelt. Dies wäre dann auch eine Belastung für die Nachfrage nach Langstahl und deren Preise. Der DAX-Index ist kein guter Indikator mehr für die Konjunkturentwicklung in Deutschland. Die großen Unternehmen im Leitindex für den deutschen Aktienmarkt sind alle global tätig und somit sind deren Gewinne auch kaum noch von der Entwicklung der deutschen Wirtschaft abhängig. Dies hat auch folgen für die Konjunktureinschätzung der professionellen Investoren, die beispielsweise vom ZEW-Institut zu den Aussichten für die Wirtschaft befragt werden. Im Dezember stieg nämlich der Index für Deutschland von 38,5 auf 45,8 Punkte und für die Eurozone von 25,0 auf 33,7 Punkte. Allerdings hatte sich auch die Einschätzung für die aktuelle Lage in Deutschland wieder verschlechtert, denn hier kam es zu einem Fall von -78,7 auf -80,1 Punkte. Die Indizes, die auf Umfragen bei Entscheidern in den Unternehmen der Realwirtschaft basieren, zeichnen kein freundliches Bild. Es ging nämlich auch im Dezember weiter abwärts, nachdem schon der November enttäuschend ausfiel. Der Index der Einkaufsmanager (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe ging weiter zurück, von 48,2 auf nur noch 47,00 Punkte. Der Index für die Eurozone gab ebenfalls deutlicher nach, von 49,6 auf 48,8 Punkte. Beim ifo-Geschäftsklima (ohne die Dienstleister) blieb im Dezember die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage unverändert bei 82,9 Punkten, aber durch den Rückgang bei den Geschäftserwartungen über die nächsten sechs Monate von 91,9 auf 91,1 Punkte ging es auch beim Geschäftsklima um 0,4 auf 86,9 Punkte nach unten. Dies spricht also insgesamt für eine schlechtere Konjunktur und einen geringeren Bedarf an Stahl. Dies dürfte den Spielraum für Preiserhöhungen in engen Grenzen halten. In China sprechen die Indizes der Einkaufsmanager wieder für eine Expansion, denn im Dezember legten die beiden PMIs jeweils deutlich zu. Der offizielle PMI des Nationalen Statistikbüros stieg von 49,2 auf 50,1 Punkte, während der von S&P Gobal ermittelte PMI unter den mittelgroßen Unternehmen nur um 0,2 auf ebenfalls 50,1 Punkte zulegte. Die Stimmung hat sich auch gebessert, nachdem die Regierung weitere Maßnahmen zur Konjunkturankurbelung angekündigt hat. Auch die Notenbank, die Peoples‘ Bank of China (PBoC) kündigte für das Jahr 2026 weitere Reduzierungen der Mindestreservepflicht und Zinssenkungen an. Auch regional sollen von den Kommunen Maßnahmen ergriffen werden, um die Lage im Bausektor zu verbessern. Allerdings soll die Stahlproduktion weiterhin limitiert bleiben. Dies spricht zwar nicht dafür, dass in diesem Jahr der Bedarf an Eisenerz und Koks gegenüber 2025 deutlich zunehmen wird. Aber der Markt spekuliert darauf, dass die Lagerbestände bis zum chinesischen Neujahrsfest (15. – 23. Februar) aufgebaut werden, um hinreichende Vorräte für die Produktion zu haben. Deshalb gingen auch die Preise bei Eisenerz nach oben. Dies könnte sich bis Mitte Februar fortsetzen, was sich dann auch in höheren Kosten für Eisenerz an der Singapore Exchange niederschlagen sollte. Es bleibt aber fraglich, ob deutsche Stahlerzeuger die höheren Kosten dann auch an die Käufer vollständig weitergeben können. Peter Fertig/MBI Research
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Die letzte Prognose für die Flachstahlpreise im deutschen Markt basierte noch auf den Schlussständen per 5. Dezember aus. Die Erwartungen für die Preisentwicklung in den folgenden sechs Wochen waren nur leicht negativ. Nur für Warmbreitband wurde mit einem erwarteten Rückgang um 2 Prozent ein etwas deutlicherer Preisabschlag in Aussicht gestellt. Bei Feinblech und der Quartoblech-Sorten 235 gingen die Vorhersagen aber nur von einer roten Null aus und für verzinktes Feinblech sogar von einem Anstieg um 2 Prozent. Die ersten Prognosen im neuen Jahr 2026 sind jedoch wieder deutlich pessimistischer geworden. Für Warmbreit geht das Modell nun von einem Rückgang um 3 Prozent bis Mitte Februar aus. Auch bei Feinblech ging nun die Vorhersage um einen Punkt auf -1 Prozent zurück. Um jeweils 3 Prozentpunkte ging es mit den Voraussagen für die Preis bei Quartoblech und verzinktem Feinblech nach unten. Der Einfluss der chinesischen Importpreise auf die Notierungen für Flachstahl fiel in den vergangenen vier Wochen zum ersten Freitag in 2026 gemischt aus. Bei Warmbreitband kam es zu einem Rückgang um 0,6 Prozent auf 469 US-Dollar je Tonne, während es bei Feinblech im gleichen Zeitraum zu einem Anstieg um 0,6 Prozent auf 521 US-Dollar kam. China plant für die Stahlexporte eine Kontingentierung. Dies dürfte dazu führen, dass Importeure tendenziell höhere Preise bieten, was dann auch die Stahlpreise in Deutschland unterstützen würde. Allerdings regt sich auch Widerstand bei den Branchen großer Stahlverarbeiter in der EU gegen die Pläne der Kommission für eine nahezu Halbierung der Importkontingente und der Verdoppelung des Zolltarifs, da dies die Kosten für Branchen, die ohnehin schon unter höheren Energiepreisen leiden, weiter verteuern würde. Mit dem Jahreswechsel ist jedoch auch eine Änderung bei den EU-Regularien in Kraft getreten, die Auswirkungen auf die Kosten der Flachstahlproduktion hat. Zwanzig Prozent der bislang von den Staaten kostenlos zur Verfügung gestellten CO2-Emissionsrechte müssen nun von den Stahlerzeugern im Markt gekauft werden. Bis 2030 wird der Anteil in jedem Jahr um 20 Prozentpunkte steigen, sodass dann die Eindeckung komplett im Markt erfolgen muss. Dies führt zu höheren Produktionskosten im Vergleich zur Lage in 2025. Die jüngsten Prognosen basieren aufgrund des Vorlaufs noch auf den Produktionskosten ohne Anteil für die CO2-Emissionsrechte. MBI Research hat noch Umstellungen bei den Datenquellen für die anderen Kostenfaktoren vorgenommen und einen neuen Index für die Produktionskosten bei der klassischen Hochofenroute vorgenommen. Dieser neue Indikator für das BOF-Verfahren ist ab dem 9. Januar auch täglich online verfügbar. Die aktuelle Preisentwicklung bei Flachstahl verlief in den letzten vier Wochen des alten Jahres jedoch besser als von den Modellen in Aussicht gestellt wurde. Es ging nämlich bei den beiden wichtigsten Flachstahlsorten aufwärts. Warmbreitband DD11 verteuerte sich um 2,2 Prozent auf 616 Euro je Tonne (alle Preisangaben sind ex Werk), während es bei Feinblech sogar zu einem Preisanstieg um 3,1 Prozent auf 722 Euro kam. Die Verhandlungssaison endet nicht abrupt an Silvester, sondern setzt sich auch in den ersten Wochen des neuen Jahres fort. Dies könnte den Flachstahlpreisen entgegen den Modellschätzungen zu einem Anstieg verhelfen. Die Konjunktur dürfte allerdings eine Belastung bleiben. Wenig Veränderung hat sich bei den Prognosen für die Preise bei Langstahl im Vergleich zu Anfang Dezember eingestellt. Die quantitativen Modelle sagen für Betonstahl B500A nun einen Rückgang um 1 Prozent voraus, nachdem im Dezember mit einem Minus von 2 Prozent gerechnet wurde. Bei Walzdraht ist die Erwartung für die Preisänderung über die nächsten vier Wochen unverändert bei -1 Prozent. Bei Stabstahl wird nun von einer roten anstatt zuvor einer schwarzen Null ausgegangen. Auch bei Langstahl war in den letzten vier Wochen von 2025 der Einfluss der chinesischen Exportpreise auf die Notierungen in Deutschland gemischt. Bei Betonstahl kam es nämlich zu einem leichten Rückgang um 0,4 Prozent auf 445 US-Dollar. Der entsprechende Preis in Euro ging jedoch noch stärker nach unten, da sich der Euro um 0,9 Prozent im gleichen Zeitraum gegenüber dem US-Dollar aufwertete, was Importe verbilligt. Bei Walzdraht kam es hingegen zu einem Anstieg um knapp 0,9 Prozent auf 464 US-Dollar je Tonne, aber durch die leicht kräftigere Aufwertung des Euro kam es beim Preis in Euro zu einem marginalen Rückgang. Die Produktionskosten beim elektronischen Lichtbogen sind in den vergangenen vier Wochen nach dem Index von MBI Research nur leicht um 0,3 Prozent nach oben gegangen. Die Kosten für Strom haben sich dabei leicht verbilligt, aber die Preise für Stahlschrott in den Häfen der ARA-Region sind per Saldo um 3,4 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg wurde jedoch weitgehend von einem Rückgang der Notierungen für Strom an der Leipziger Strombörse kompensiert. Auch die per Saldo geringe Kostendynamik spricht für nur moderate Preisveränderungen. Die aktuelle Preisentwicklung war auch bei Langstahl besser als erwartet. Anstatt leicht abwärts ging es nach oben, wobei sich Betonstahl um 0,7 Prozent auf 582 Euro je Tonne erholte und Walzdraht um 0,6 Prozent auf 666 Euro stieg. Die Witterung könnte jedoch die Baubranche belasten. Wettermodelle liefern nur auf kurze Sicht von rund 7 – 10 Tagen noch gute Prognosen. Längerfristig kommt es jedoch häufiger anders als vorausgesagt. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass sich die Bautätigkeit in den kommenden Wochen durch Kälteeinfluss schlechter entwickelt. Dies wäre dann auch eine Belastung für die Nachfrage nach Langstahl und deren Preise. Der DAX-Index ist kein guter Indikator mehr für die Konjunkturentwicklung in Deutschland. Die großen Unternehmen im Leitindex für den deutschen Aktienmarkt sind alle global tätig und somit sind deren Gewinne auch kaum noch von der Entwicklung der deutschen Wirtschaft abhängig. Dies hat auch folgen für die Konjunktureinschätzung der professionellen Investoren, die beispielsweise vom ZEW-Institut zu den Aussichten für die Wirtschaft befragt werden. Im Dezember stieg nämlich der Index für Deutschland von 38,5 auf 45,8 Punkte und für die Eurozone von 25,0 auf 33,7 Punkte. Allerdings hatte sich auch die Einschätzung für die aktuelle Lage in Deutschland wieder verschlechtert, denn hier kam es zu einem Fall von -78,7 auf -80,1 Punkte. Die Indizes, die auf Umfragen bei Entscheidern in den Unternehmen der Realwirtschaft basieren, zeichnen kein freundliches Bild. Es ging nämlich auch im Dezember weiter abwärts, nachdem schon der November enttäuschend ausfiel. Der Index der Einkaufsmanager (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe ging weiter zurück, von 48,2 auf nur noch 47,00 Punkte. Der Index für die Eurozone gab ebenfalls deutlicher nach, von 49,6 auf 48,8 Punkte. Beim ifo-Geschäftsklima (ohne die Dienstleister) blieb im Dezember die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage unverändert bei 82,9 Punkten, aber durch den Rückgang bei den Geschäftserwartungen über die nächsten sechs Monate von 91,9 auf 91,1 Punkte ging es auch beim Geschäftsklima um 0,4 auf 86,9 Punkte nach unten. Dies spricht also insgesamt für eine schlechtere Konjunktur und einen geringeren Bedarf an Stahl. Dies dürfte den Spielraum für Preiserhöhungen in engen Grenzen halten. In China sprechen die Indizes der Einkaufsmanager wieder für eine Expansion, denn im Dezember legten die beiden PMIs jeweils deutlich zu. Der offizielle PMI des Nationalen Statistikbüros stieg von 49,2 auf 50,1 Punkte, während der von S&P Gobal ermittelte PMI unter den mittelgroßen Unternehmen nur um 0,2 auf ebenfalls 50,1 Punkte zulegte. Die Stimmung hat sich auch gebessert, nachdem die Regierung weitere Maßnahmen zur Konjunkturankurbelung angekündigt hat. Auch die Notenbank, die Peoples‘ Bank of China (PBoC) kündigte für das Jahr 2026 weitere Reduzierungen der Mindestreservepflicht und Zinssenkungen an. Auch regional sollen von den Kommunen Maßnahmen ergriffen werden, um die Lage im Bausektor zu verbessern. Allerdings soll die Stahlproduktion weiterhin limitiert bleiben. Dies spricht zwar nicht dafür, dass in diesem Jahr der Bedarf an Eisenerz und Koks gegenüber 2025 deutlich zunehmen wird. Aber der Markt spekuliert darauf, dass die Lagerbestände bis zum chinesischen Neujahrsfest (15. – 23. Februar) aufgebaut werden, um hinreichende Vorräte für die Produktion zu haben. Deshalb gingen auch die Preise bei Eisenerz nach oben. Dies könnte sich bis Mitte Februar fortsetzen, was sich dann auch in höheren Kosten für Eisenerz an der Singapore Exchange niederschlagen sollte. Es bleibt aber fraglich, ob deutsche Stahlerzeuger die höheren Kosten dann auch an die Käufer vollständig weitergeben können. Peter Fertig/MBI Research
MBI Research Stahlprognose/Modelle gehen bei Flachstahl von geringerem Minus aus
Im Vergleich über die letzten beiden Wochen sind die Prognosen der quantitativen Modelle von MBI Research für die beiden Benchmarks bei Flachstahl, Warmbreitband DD11 und Feinblech DC01, etwas weniger pessimistisch geworden. Der erwartete Preisrückgang über die jeweils nächsten sechs Wochen hat sich hier in beiden Fällen um einen Prozentpunkt reduziert. Somit sollte für Warmbreitband der Preis per Mitte Januar 2026 um nur noch 2 anstatt zuvor 3 Prozent sinken und bei Feinblech lediglich eine rote Null ausweisen, nach zuvor -1 Prozent. Bei Quartoblech blieb die Prognose unverändert, bei einer roten Null für die Sorte 235 und einem Minus von 1 Prozent für die Sorte 355. Auch bei verzinktem Feinblech geht das Modell weiterhin von einem Anstieg um 2 Prozent aus. Etwas Druck auf die erwartete Entwicklung der deutschen Flachstahlpreise wurde von den chinesischen Exportpreisen genommen. Diese sind bei Warmbreitband nämlich im Vergleich über die beiden Wochen zum 5. Dezember um 1,3 Prozent gestiegen, auf 472 US-Dollar (fob), während sich der Exportpreis bei Feinblech um lediglich 0,6 Prozent auf 518 US-Dollar erhöhte. Mit den geplanten Maßnahmen der EU-Kommission wird sich der Wettbewerbsdruck von niedrigen chinesischen Exportpreisen jedoch aufgrund der Verdoppelung des Zollsatzes von 25 auf 50 Prozent selbst bei niedrigeren Exportpreise verringern. Die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar um 0,7 Prozent hat aber die Importpreise in Euro reduziert. Die Aufwertung des Euro hat auch einen Einfluss auf die Produktionskosten für die klassische Hochofenroute. Der Index von MBI für die Kosten der Stahlerzeugung mittels BOF-Verfahren ist nämlich im Zwei-Wochen-Vergleich um lediglich 1,1 Prozent gestiegen. Dabei stiegen die Kosten für Eisenerz in US-Dollar um 2,9 Prozent, blieben jedoch bei der australischen, metallurgischen Kohle unverändert. Schlechter als zeitanteilig erwartet, verlief jedoch die aktuelle Preisentwicklung. So ging der Preise für Warmbreitband DD11 im Zwei-Wochen-Vergleich um 2,3 Prozent nach unten, auf nun 603 Euro je Tonne (alle Preise für Deutschland sind ex Werk). Feinblech verbilligte sich im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent auf 700 Euro pro Tonne. Die Modellprognosen könnten jedoch noch immer auf kurze Sicht zu pessimistisch sein. Zum Jahreswechsel treten die neuen klimapolitischen Regeln der EU in Kraft, was bedeutet, dass sich der Anteil der kostenlosen CO2-Emissionsrechte für die Stahlerzeuger beim BOF-Verfahren reduziert und somit die Kosten erhöhen. Dies kann noch zu vorgezogenen Eindeckungen seitens der Stahlverbraucher führen. Die von der EU-Kommission geplanten Maßnahmen zum Schutz der EU-Stahlbranche müssen noch das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. Dies wird zwar auf mittlere Sicht eher zu höheren Stahlpreisen führen, aber kurzfristig kommt kein Druck in Richtung steigender Stahlpreise. Deutlich gedreht haben jedoch in den letzten beiden Wochen die Prognosen für die Entwicklung der Preise bei Langstahl im deutschen Markt. Gingen die Modelle vor 14 Tagen noch von einem Preisanstieg aus, um 1 Prozent bei Betonstahl B500A und um 2 Prozent bei Walzdraht, so sollen nun die Preise in den vier Wochen zum ersten Freitag im Januar um 1 Prozent bei Walzdraht und um 2 Prozent bei Betonstahl fallen. Die Vorhersagen sind also um 3 Prozentpunkte jeweils niedriger geworden. Leicht positiv für die Preisaussichten in den nächsten Wochen sind die Entwicklungen bei den chinesischen Exportpreisen, denn diese sind gestiegen. Bei Betonstahl legte der Preis um 1,1 Prozent auf 447 US-Dollar zu, während es bei Walzdraht nur um 0,2 Prozent auf 460 US-Dollar aufwärts ging. Allerdings ist durch die Euro-Aufwertung gegenüber dem US-Dollar um 0,7 Prozent der Preis für die Exporte von Walzdraht in Euro sogar gesunken, und bei Betonstahl verblieb nur ein geringes plus von weniger als 0,5 Prozent. Die Produktionskosten für die Stahlproduktion über den elektronischen Lichtbogen haben sich allerdings reduziert. Der Index für die Produktionskosten über das EAF-Verfahren sind nämlich um 0,8 Prozent gefallen. Der Anstieg der Preise für Stahlschrott um 0,9 Prozent wurde überlagert von anderen Faktoren. So hat sich im Zwei-Wochen-Vergleich der Preis für Strom mit Lieferung in 2026 an der Leipziger Strombörse in den beiden Wochen zum 5. Dezember um 5,7 Prozent reduziert. Schlechter als pro rata temporis erwartet war hingegen die aktuelle Preisentwicklung bei den Langstahlsorten. In den beiden vergangenen Wochen blieb der Preis per Saldo unverändert, sowohl bei Betonstahl als auch bei Walzdraht. Der Indikator für das Vertrauen in der Bauindustrie in der Eurozone insgesamt hat sich zwar tendenziell weiter verbessert. Aber mit -1,7 Punkten ist er noch immer im negativen Bereich. Der Indikator für die Bauaktivität hat jedoch abgenommen auf -1,8 Punkte. Beide Indikatoren lagen also auch im November weiter im negativen Bereich. Wetterbedingt könnte die Aktivität in den kommenden Wochen weiter abnehmen. Dies spricht auch eher für leicht niedrigere Preise bei Langstahl. Die Indizes für die Konjunktureinschätzungen von Finanzprofis für die Eurozone haben sich teils auch im Nov. verringert, aber bei den PMIs war die Entwicklung im November überwiegend abwärts gerichtet. In Deutschland fiel der PMI für das Verarbeitende Gewerbe von 49,6 auf 48,2 Punkte im November, während der PMI für Frankreich nur um 1,0 auf 47,8 Punkte nachgab. Der Index für die Eurozone ging im November wieder um 0,4 auf nun 49,6 Punkte zurück. Die PMIs liegen aber im Club-Med über der kritischen Marke von 50,0 Punkten. Doch in Südeuropa war die Entwicklung gemischt. Der PMI für Italien stieg um 0,7 auf 50,6 Punkte und in Spanien ging es um 0,6 auf 51,5 Punkte abwärts. In China war die Entwicklung negativ. Der offizielle PMI stieg um 0,2 auf 49,2 Punkte, während der S&P-PMI von 50,6 auf 49,9 Punkte sank. Somit sind wieder beide chinesischen PMIs im kontraktiven Bereich. In den USA fielen die beiden PMIs. Der S&P (früher IHS-Markit) PMI ging von 52,5 auf 52,2 Punkte nach unten. Der ISM-PMI gab erneut nach, um 0,5 auf 48,2 Punkte. Somit liegt unverändert nur der ISM-PMI in den USA unter der kritischen Marke. Die wirtschaftlichen Aussichten sind also in allen wichtigen Regionen für die Nachfrage nach Stahlprodukten nicht rosig. China konnte zwar in 2025 noch den Export bei Stahlprodukten steigern. Nach den jüngsten Daten des Chinesischen Zollamts stiegen die Ausfuhren von Stahlprodukten währen der ersten 11 Monate in diesem Jahr um 6,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, auf 107,7 Millionen Tonnen. Halten sich die Exporte im Dezember auf dem bisherigen Jahresmittel, dann wären die chinesischen Exporte von Stahlprodukten mit 117 Millionen Tonnen über dem bisherigen Rekordstand von 112,4 Millionen Tonnen aus dem Jahr 2015. Die Frage ist allerdings, ob China auch dieses Volumen in 2026 erreichen kann. Denn ohne hohe Exporte ist mehr damit zu rechnen, dass entweder die Rohstahlproduktion sinken wird, ober aber die Lagerbestände kräftig steigen werden. Letzteres wird sich nicht lange halten lassen, sodass dann die Produktion gekürzt werden muss. Die chinesische Regierung könnte zwar verkünden, dass wirtschaftspolitische Anreize das BIP-Wachstum stabil halten sollen. Aber die konkreten Maßnahmen dürften dann wieder zielgerichtet und nicht mit breiter Streuung erfolgen. Die Bazooka wird also wohl nicht ausgepackt werden. Dies bedeutet, dass sich aus Sicht von MBI Research keine grundlegende Wende bei der Produktion von Rohstahl abzeichnen dürfte. Damit würde dann aber auch eine Säule für die Preisspekulationen bei Eisenerz bröckeln. Die erste Verschiffung von Eisenerz aus dem Simandou Projekt in Guinea (West Afrika) wurde nun auf den Weg nach China gebracht. Dennoch gehen die Marktteilnehmer bei Eisenerz von einer höheren Nachfrage aus. Da China den überseeischen Handel dominiert, müsste also China auch mehr Eisenerz importieren. Die Analysten der China Mineral Resources Group schreiben deshalb auch zu Recht, dass der aktuelle Preistrend von den fundamentalen Daten abweicht. Dies mag zwar kurzfristig noch anhalten, aber mittelfristig entdecken die Marktteilnehmer doch, dass des Kaisers neue Kleider doch nichts verdecken können. Dann kann es aber auch mit den Preisen für Eisenerz und Stahl in China kräftig abwärts gehen. Dies hätte dann auch Auswirkungen auf die Preisentwicklung am deutschen Stahlmarkt.
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Im Vergleich über die letzten beiden Wochen sind die Prognosen der quantitativen Modelle von MBI Research für die beiden Benchmarks bei Flachstahl, Warmbreitband DD11 und Feinblech DC01, etwas weniger pessimistisch geworden. Der erwartete Preisrückgang über die jeweils nächsten sechs Wochen hat sich hier in beiden Fällen um einen Prozentpunkt reduziert. Somit sollte für Warmbreitband der Preis per Mitte Januar 2026 um nur noch 2 anstatt zuvor 3 Prozent sinken und bei Feinblech lediglich eine rote Null ausweisen, nach zuvor -1 Prozent. Bei Quartoblech blieb die Prognose unverändert, bei einer roten Null für die Sorte 235 und einem Minus von 1 Prozent für die Sorte 355. Auch bei verzinktem Feinblech geht das Modell weiterhin von einem Anstieg um 2 Prozent aus. Etwas Druck auf die erwartete Entwicklung der deutschen Flachstahlpreise wurde von den chinesischen Exportpreisen genommen. Diese sind bei Warmbreitband nämlich im Vergleich über die beiden Wochen zum 5. Dezember um 1,3 Prozent gestiegen, auf 472 US-Dollar (fob), während sich der Exportpreis bei Feinblech um lediglich 0,6 Prozent auf 518 US-Dollar erhöhte. Mit den geplanten Maßnahmen der EU-Kommission wird sich der Wettbewerbsdruck von niedrigen chinesischen Exportpreisen jedoch aufgrund der Verdoppelung des Zollsatzes von 25 auf 50 Prozent selbst bei niedrigeren Exportpreise verringern. Die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar um 0,7 Prozent hat aber die Importpreise in Euro reduziert. Die Aufwertung des Euro hat auch einen Einfluss auf die Produktionskosten für die klassische Hochofenroute. Der Index von MBI für die Kosten der Stahlerzeugung mittels BOF-Verfahren ist nämlich im Zwei-Wochen-Vergleich um lediglich 1,1 Prozent gestiegen. Dabei stiegen die Kosten für Eisenerz in US-Dollar um 2,9 Prozent, blieben jedoch bei der australischen, metallurgischen Kohle unverändert. Schlechter als zeitanteilig erwartet, verlief jedoch die aktuelle Preisentwicklung. So ging der Preise für Warmbreitband DD11 im Zwei-Wochen-Vergleich um 2,3 Prozent nach unten, auf nun 603 Euro je Tonne (alle Preise für Deutschland sind ex Werk). Feinblech verbilligte sich im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent auf 700 Euro pro Tonne. Die Modellprognosen könnten jedoch noch immer auf kurze Sicht zu pessimistisch sein. Zum Jahreswechsel treten die neuen klimapolitischen Regeln der EU in Kraft, was bedeutet, dass sich der Anteil der kostenlosen CO2-Emissionsrechte für die Stahlerzeuger beim BOF-Verfahren reduziert und somit die Kosten erhöhen. Dies kann noch zu vorgezogenen Eindeckungen seitens der Stahlverbraucher führen. Die von der EU-Kommission geplanten Maßnahmen zum Schutz der EU-Stahlbranche müssen noch das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. Dies wird zwar auf mittlere Sicht eher zu höheren Stahlpreisen führen, aber kurzfristig kommt kein Druck in Richtung steigender Stahlpreise. Deutlich gedreht haben jedoch in den letzten beiden Wochen die Prognosen für die Entwicklung der Preise bei Langstahl im deutschen Markt. Gingen die Modelle vor 14 Tagen noch von einem Preisanstieg aus, um 1 Prozent bei Betonstahl B500A und um 2 Prozent bei Walzdraht, so sollen nun die Preise in den vier Wochen zum ersten Freitag im Januar um 1 Prozent bei Walzdraht und um 2 Prozent bei Betonstahl fallen. Die Vorhersagen sind also um 3 Prozentpunkte jeweils niedriger geworden. Leicht positiv für die Preisaussichten in den nächsten Wochen sind die Entwicklungen bei den chinesischen Exportpreisen, denn diese sind gestiegen. Bei Betonstahl legte der Preis um 1,1 Prozent auf 447 US-Dollar zu, während es bei Walzdraht nur um 0,2 Prozent auf 460 US-Dollar aufwärts ging. Allerdings ist durch die Euro-Aufwertung gegenüber dem US-Dollar um 0,7 Prozent der Preis für die Exporte von Walzdraht in Euro sogar gesunken, und bei Betonstahl verblieb nur ein geringes plus von weniger als 0,5 Prozent. Die Produktionskosten für die Stahlproduktion über den elektronischen Lichtbogen haben sich allerdings reduziert. Der Index für die Produktionskosten über das EAF-Verfahren sind nämlich um 0,8 Prozent gefallen. Der Anstieg der Preise für Stahlschrott um 0,9 Prozent wurde überlagert von anderen Faktoren. So hat sich im Zwei-Wochen-Vergleich der Preis für Strom mit Lieferung in 2026 an der Leipziger Strombörse in den beiden Wochen zum 5. Dezember um 5,7 Prozent reduziert. Schlechter als pro rata temporis erwartet war hingegen die aktuelle Preisentwicklung bei den Langstahlsorten. In den beiden vergangenen Wochen blieb der Preis per Saldo unverändert, sowohl bei Betonstahl als auch bei Walzdraht. Der Indikator für das Vertrauen in der Bauindustrie in der Eurozone insgesamt hat sich zwar tendenziell weiter verbessert. Aber mit -1,7 Punkten ist er noch immer im negativen Bereich. Der Indikator für die Bauaktivität hat jedoch abgenommen auf -1,8 Punkte. Beide Indikatoren lagen also auch im November weiter im negativen Bereich. Wetterbedingt könnte die Aktivität in den kommenden Wochen weiter abnehmen. Dies spricht auch eher für leicht niedrigere Preise bei Langstahl. Die Indizes für die Konjunktureinschätzungen von Finanzprofis für die Eurozone haben sich teils auch im Nov. verringert, aber bei den PMIs war die Entwicklung im November überwiegend abwärts gerichtet. In Deutschland fiel der PMI für das Verarbeitende Gewerbe von 49,6 auf 48,2 Punkte im November, während der PMI für Frankreich nur um 1,0 auf 47,8 Punkte nachgab. Der Index für die Eurozone ging im November wieder um 0,4 auf nun 49,6 Punkte zurück. Die PMIs liegen aber im Club-Med über der kritischen Marke von 50,0 Punkten. Doch in Südeuropa war die Entwicklung gemischt. Der PMI für Italien stieg um 0,7 auf 50,6 Punkte und in Spanien ging es um 0,6 auf 51,5 Punkte abwärts. In China war die Entwicklung negativ. Der offizielle PMI stieg um 0,2 auf 49,2 Punkte, während der S&P-PMI von 50,6 auf 49,9 Punkte sank. Somit sind wieder beide chinesischen PMIs im kontraktiven Bereich. In den USA fielen die beiden PMIs. Der S&P (früher IHS-Markit) PMI ging von 52,5 auf 52,2 Punkte nach unten. Der ISM-PMI gab erneut nach, um 0,5 auf 48,2 Punkte. Somit liegt unverändert nur der ISM-PMI in den USA unter der kritischen Marke. Die wirtschaftlichen Aussichten sind also in allen wichtigen Regionen für die Nachfrage nach Stahlprodukten nicht rosig. China konnte zwar in 2025 noch den Export bei Stahlprodukten steigern. Nach den jüngsten Daten des Chinesischen Zollamts stiegen die Ausfuhren von Stahlprodukten währen der ersten 11 Monate in diesem Jahr um 6,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, auf 107,7 Millionen Tonnen. Halten sich die Exporte im Dezember auf dem bisherigen Jahresmittel, dann wären die chinesischen Exporte von Stahlprodukten mit 117 Millionen Tonnen über dem bisherigen Rekordstand von 112,4 Millionen Tonnen aus dem Jahr 2015. Die Frage ist allerdings, ob China auch dieses Volumen in 2026 erreichen kann. Denn ohne hohe Exporte ist mehr damit zu rechnen, dass entweder die Rohstahlproduktion sinken wird, ober aber die Lagerbestände kräftig steigen werden. Letzteres wird sich nicht lange halten lassen, sodass dann die Produktion gekürzt werden muss. Die chinesische Regierung könnte zwar verkünden, dass wirtschaftspolitische Anreize das BIP-Wachstum stabil halten sollen. Aber die konkreten Maßnahmen dürften dann wieder zielgerichtet und nicht mit breiter Streuung erfolgen. Die Bazooka wird also wohl nicht ausgepackt werden. Dies bedeutet, dass sich aus Sicht von MBI Research keine grundlegende Wende bei der Produktion von Rohstahl abzeichnen dürfte. Damit würde dann aber auch eine Säule für die Preisspekulationen bei Eisenerz bröckeln. Die erste Verschiffung von Eisenerz aus dem Simandou Projekt in Guinea (West Afrika) wurde nun auf den Weg nach China gebracht. Dennoch gehen die Marktteilnehmer bei Eisenerz von einer höheren Nachfrage aus. Da China den überseeischen Handel dominiert, müsste also China auch mehr Eisenerz importieren. Die Analysten der China Mineral Resources Group schreiben deshalb auch zu Recht, dass der aktuelle Preistrend von den fundamentalen Daten abweicht. Dies mag zwar kurzfristig noch anhalten, aber mittelfristig entdecken die Marktteilnehmer doch, dass des Kaisers neue Kleider doch nichts verdecken können. Dann kann es aber auch mit den Preisen für Eisenerz und Stahl in China kräftig abwärts gehen. Dies hätte dann auch Auswirkungen auf die Preisentwicklung am deutschen Stahlmarkt.
Flachstahl
Aktuell
Schwacher China-Stahlmarkt/Jefferies erwartet sinkende Eisenerzpreise
Die Preise für Eisenerz und metallurgische Kohle könnten laut ...
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Q4 und Gesamtjahr/Volkswagen Group mit Absatzrückgang
Die Volkswagen Group hat sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr 2025 ...
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China weiter schwach/Mercedes-Benz auch im Q4 mit Absatzminus
Mercedes-Benz hat wegen der anhaltenden Absatzflaute in China auch im vierten ...
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MBI Research Stahlprognose: Modelle gehen von leicht sinkenden Stahlpreisen aus
Aluminium
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Positiver Trend/Bauunternehmen verzeichnen mehr Aufträge
Das Bauhauptgewerbe hat im Oktober mehr Aufträge erhalten. Gegenüber ...
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Chinas Wirtschaftsaktivität verliert im November an Fahrt
Chinas wirtschaftliche Dynamik hat sich im November auf breiter Front ...
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E-Dienstwagen/EU-Kommission will Unternehmen Mindestanteil vorschreiben
Größere deutsche Unternehmen sollen für ihre Dienstwagenflotten ...
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